Mein Umstieg auf den Mac: Review nach knapp mehr als einem Jahr

Ich habe den Umstieg auf den Mac im letzten Jahr auch gewagt. Meine Erfahrungen, Meinungen und letztendlich mein Fazit zum Umstieg lest ihr in diesem Artikel.

Vorgeschichte: Ich wollte schon lange umsteigen

Ich hatte seit 2010 wirklich mit Rechnern und der Welt des Computers zu tun. In der Schule erhielt ich seit der zweiten Klasse, also genau seit 2010, einen Computer-Kurs. Die Computer, die mir seitdem begegneten, waren alle Windows-Rechner. Doch ich kam nicht so wirklich damit klar: Ich musste mich im Lauf meines Lebens an die verschiedensten Screenreader gewöhnen:
Bei meinem Kurs im Jahr 2010 wusste ich gar nicht, welcher Screenreader das war, 2011 nach dem Umzug nach Berlin und dem damit verbundenen Schulwechsel musste ich mich an COBRA gewöhnen, zu Hause erhielt ich im gleichen Jahr einen eigenen Computer mit JAWS. Nun, lange Rede, kurzer Sinn: Windows 7 war noch halbwegs okay, es war nur verwirrend, zwei verschiedene Screenreader zu haben. Der eine konnte das besser, der andere dafür wieder das andere.

Und dann kam Windows 10. Ich dachte mir zunächst: Oh, endlich mal ein schnellerer Rechner! Doch als ich das erste Mal davor saß, dachte ich mir nur: Hilfe, wie geht das denn jetzt? Für die Einrichtung brauchte ich schon sehende Hilfe, und meine Braillezeile war auch zu alt für den neuen Laptop. Also musste eine neue Zeile her. Das dauerte dann auch wieder eineinviertel Jahre. Und Office brauchte ich auch neu. Das war ein ganz schöner Kampf am Anfang.

Und der Kampf ging aber weiter. Irgendwann war alles eingerichtet, ich hatte eine neue Braillezeile, eine aktuelle JAWS-Version und Office. Aber dann kam die unstrukturierte Menüführung bei Windows 10 dazu. Updates wurden nicht angesagt, diese erst mal zu installieren war für Screenreader-Nutzer eine wahre Fummelarbeit und ich saß abends oft am Rechner und stellte mir vor, wie schön das doch wäre, ein eigenes MacBook zu haben. Ich war zu jener Zeit schon oft im Apple Store, hatte mir MacBooks angeguckt, war bei VoiceOver-Schulungen mit einem Leihgerät vom Store. Und mir gefiel es sehr gut. Als Ende 2020 mein Windows-Rechner der Meinung war, er würde JAWS nicht mehr erkennen, da Komponenten fehlten, hatte ich die Nase voll und ging nur ungern an den Laptop und machte viel am iPhone und dem Tablet, das ich von Mama ein Jahr zuvor bekommen hatte.

Und dann war es endlich so weit!

Im März 2021 – es ging schneller als dann letztendlich erwartet – sollte ich endlich meinen Mac bekommen. Ende März hatte ich ihn dann tatsächlich vor mir! Der erste Unterschied fiel mir sofort auf: Wo ich an meinem Windows-Laptop sehende Hilfe beim Einrichten brauchte, ging mit dem Mac alles alleine. Eine Apple-ID hatte ich ja schon durch meine vielen iPhones und auch mein altes iPad, also konnte ich mich problemlos damit anmelden. Die WLAN-Einrichtung war auch in zwei Minuten erledigt, wenn es überhaupt so lange gedauert hat. Innerhalb von, lasst mich mal grob schätzen, acht Minuten war das Gerät so einsatzbereit, dass ich mich schon umschauen konnte, was mir das gute Teil alles schon von Hause aus bietet. Ich war begeistert und konnte gleich mit dem loslegen, was ich gleich zum Üben tun sollte. Allein schon an den ersten Tagen saß ich, zu der Zeit noch im Wohnzimmer, fünf Stunden pro Tag am Mac.

So entwickelte es sich im Laufe des Jahres

Im Juni fing es dann damit an, dass ich das Gerät auch bei mir im Zimmer nutzte, und seitdem saß ich noch länger und entdeckte jede Menge, was ich damit machen konnte. Ich war völlig fasziniert davon, dass manche Seiten, die mit dem iPhone gar nicht funktionierten, auf der Desktop-Seite auf einmal gingen. Und ich war (und bin) einfach froh, dass ich mich privat von Windows verabschieden durfte und bin immer wieder beeindruckt, dass es auch so einfach geht. Da hat man nur einen Screenreader, nämlich VoiceOver, und muss sich nicht überlegen, welches Programm am besten zu den eigenen Vorlieben passt. Das System ist intuitiv, man findet alles schnell und braucht nur äußerst selten sehende Hilfe für Einstellungen oder Ähnliches.

Fazit

Und damit bin ich auch schon bei meinem Fazit angekommen. Ich bereue es überhaupt gar nicht, den Umstieg gemacht zu haben. Ich habe endlich einen Laptop, den ich sehr sehr gerne nutze und der sogar öfter als das iPhone im Einsatz ist. Es war die komplett richtige Entscheidung, ich bin einfach froh, dass sich mein Wunsch erfüllt hat und dass es so toll ist, wie ich es mir vorgestellt habe. Übrigens habe ich auch schon eine Fernunterrichtsphase damit durch: Es hat super funktioniert, und Office musste ich mir nicht neu installieren, weil Pages, Numbers und Keynote schon am Start sind und man damit auch in Word, Excel und PowerPoint konvertieren kann, sodass es die Ausbilder ohne Mac lesen können. Einwandfrei!

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